NSFW040 Liebe… und Hitler

Dauer: 3:31:26

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Tim Pritlove
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Holger Klein
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Nach einer urlaubsbedingten Pause – Holgi war zuletzt unerträglich und wurde folgerichtig auf Mallorca eingesperrt – machen wir weiter mit unserem Unterhaltungsprogramm. Dabei haben wir uns das Geschenke-Auspacken komplett gespart und auf unsere Vorweihnachtssendung verschoben.

Themen: Previously on NSFW039 by @imatri_remix (@flattr); Sonic Ahmed – Geht sich kaputt; Urlaub machen in Malle; Yamaha XT 500; BMW F 650; BMW R 1200 GS; Honda Transalp; MZ Bhagira; Das Dschungelbuch (DVD*); Inselradio Mallorca; Warz-ab; Community La Biblioteca Spanish Rap; Endlich VDSL; GWUP; Das Fliege-Wasser bei Markus Lanz;  Weihnachten ohne Freunde; iTunes Rewind 2011; Spenden und Flattr; Instacast*; Bill O’Reilly: We’re Doin‘ It LiveJon Stewart auf CrossFire; Stephen Colbert bei O’Reilly FactorBill O’Reilly Dance Remix; Haffmans & Tolkemitt; Zweitausendeins; Bookends; Voyager Golden Record; Florence Foster Jenkins singt Königin der NachtUrban Ears Plattan Telefon-Headset*; Hackerbrause-Buch; Wilhelm Wagenfeld; Eierkoch*; Philips LED Bulb*; Nobody Canna Cross It Meme: Original VideoRemixChor; Ottomane; Chaiselongue; NSFW020 Bed Intruder; Scratch (DVD*); Step Up To Get Hurt; Ballad for Antoine Dobson; Rap; Public Enemy; Spike Lee; Do The Right ThingIt Takes a Nation of Millions to Hold Us Back; K.I.ZRödelheim Hartreim Projekt; Tülüvcrü; Kickstarter: We Are Many; Holgi plant ein Hörertreffen in Vaals an der Frittenbude; S21; Kate Bush: 50 Words For Snow (CD*, Download bei Amazon*, iTunes*); Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers*; »Jede Freundschaft mit mir ist verderblich«: Joseph Roth und Stefan Zweig. Briefwechsel 1927-1938*; Stefan Zweig; This cartoon had a bad day at work; Alexander Marcus – Soldaten der Liebe.

91 Gedanken zu „NSFW040 Liebe… und Hitler

  1. > Dabei haben wir uns das Geschenke-Auspacken komplett gespart

    Klingt vielversprechend. Die letzte Folge habe ich schon gar nicht mehr gehört, weil dieses ewige Auspacken zuletzt eine wirklich nervige Angelegenheit geworden war. Die ganzen Produkttipps etc. kann ich ja noch ertragen, aber von halbstündlichem Geschmatze hat der Hörer nicht wirklich etwas :)

    • Jap, hatte den gleichen Gedanken: Juhu, eine Sendung ohne Auspacken, die kann ich mir ja mal wieder anhören. Hatte die letzten Folgen bereits ausgelassen.

    • Mich stört das Auspacken nicht, im Gegenteil. Der Streit um die Geschenke bringt viel Komik mit sich. Vielleicht könnte man sich auf den Kompromiss „Auspacken von nicht Verzehrbarem“ einigen? Oder zumindestens auf den Verzehr verzichten??

      • Bitte, wie soll das denn gehen? Auspacken und die Leckereien liegen lassen? Mit Tim klappt dies ja (vielleicht noch) aber ich glaube kaum, dass Holgi widerstehen kann. ;)

  2. Pingback: nsfw: Nachholen, 3:31h | Die Hörsuppe

  3. Zum Thema „alle mal Holgis alte Nummer anrufen“ fällt mir ’n netter
    Spaß ein:

    – Irgendwo anrufen und nach Bruno fragen.
    – Die Antwort wird sein: „Einen Bruno gibt’s hier nicht“.
    – Das ganze solange wiederholen, bis die Gegenstelle richtig genervt ist.
    – Dann noch ein letzter Anruf:
    „Hallo hier ist Brono. War da ’n Anruf für mich?“

  4. Pingback: NSFW 40: Liebe… und Hitler at WRINT

  5. Tim, warum machst du den „Soundcheck“ nicht mal vor der Sendung? Am Anfang war das ja immer noch ganz lustig, aber so langsam nervt das, auch bei Mobilemacs. Damit schreckst du eventuelle Neu-Hörer ab!

  6. Der Kollege mit dem Sprachfehler aus Big Bang Theory den Holger meint (während des Nobody Canna Cross It Meme) ist Barry Kripke.
    Beispiel:
    Sheldon Cooper: Kripke, what would you say to you and me being friends?
    Barry Kripke: I would say, I have no intewest in being your fwiend.

  7. @Tim Wenn du auf dem Kongress richtig viel zu tun haben möchtest, mach doch ein Radiovollprogramm für den 28C3!
    Das wäre dann der Hochleistungstest für dein Equipment.

  8. Eine sehr schöne Sache sind auch die Projekte der Longnow Foundation. (longnow.org) Darunter die 10.000 Jahre Uhr, die einmal am Tag „tickt“ und die Glocken läuten läßt, die soll in Nevada in einem Berg installiert werden. Vorzugsweise so, dass die Materialien aus denen die Uhr besteht es den Aufwand nicht wert sind, die Uhr auseinander zu basteln und als Schrott zu verkaufen.

    Und dann ist da (von der gleichen Foundation) noch das Rosetta Projekt rosettaproject.org, das dafür sorgen soll, dass unsere Nachkommen ein multilinguales Pendant zum alten Stein von Rosetta haben – falls das Wissen über einige Sprachen verloren gehen sollte.

  9. Ich finde in mom lässt nsfw ein wenig nach.. es scheint so als wäre ein wenig die Luft raus bzw das ihr vielleicht nicht mehr so den Spaß daran habt wie zu beginn. Ich glaube was euch gut tun würde, wäre mal wieder eine Folge in der ihr euch einfach mal gehen lasst und ein paar Gläschen trinkt ;) Entspannt euch mal und reparier endlich die Soundeffekte damit Holgi was zum spielen hat! war doch immer witzig! zumindest empfand ich es immer als witzig wenn alles so spontan und lustig gemütlich rüber kam und ihr viel gelacht habt!

    Holgi hat der Urlaub wirklich geholfen das merkt man.. er gibt nicht mehr so kratzig wie in den letzten Folgen nsfw/wrint !

    Freu mich aber trotzdem auf alles was noch kommt ;) hab ja schließlich alle Folgen bisher gehört !

    LG

  10. Zum Thema LED kann ich diesen Podcast von The Amp Hour empfehlen.

    http://www.theamphour.com/2011/11/28/the-amp-hour-71-luciferous-led-lucubrator/

    Der Gast ist von CREE, die haben die ersten erschwinglichen blauen LEDs auf den Markt gebracht (z.B. aus dem Golf II). Blaue LEDs sind auch die Basis fuer moderne „weisse“ LEDs, die in Wirklichkeit blau sind.

    Der Preis Unterschied bei LED Lampen hat mit der Qualitaet der Elektronik zu tun, fuer die Umwandlung von 220V Wechselstrom auf ein paar Volt Gleichstrom. Das ist auch der Teil der bei billigen Lampen schnell kaputt geht, bzw. die die LEDs selber zerhaut. Haetten wir z.B. 12 Volt Gleichstrom im Haus (z.B. aus Photovoltaik + Batterien) koennte man LEDs verwenden die viel billiger und langlebiger sind.

  11. S21:

    Stell dir vor jemand würde vorschlagen in Stuttgart einen Flughafen mit ein bis zwei Landebahnen mitten in der Stadt zu bauen, nur dass statt Flugzeugen Züge drauf landen – und alles was im Weg steht platt gemacht wird. (Das ist so die Größenordnung der Fläche die die Schienen in der Stadt einnehmen. Der Bahnhof selbst ist ein Witz dagegen.)

    Klingt blöd, ist es auch.

    Jetzt nimm an, das sei schon passiert. Blöde Sache das. Wenn man sich einig wäre, dass es vorher besser war, dann wäre es später aber trotzdem eine gute Idee die „Zuglandebahnen“ wieder aufzulösen und den Platz der Stadt als Lebensraum zurück zu geben.

    Deswegen gibt man in Stuttgart das Geld aus. Nicht wegen 20 Minuten kürzerer Fahrzeit. Die fallen nur nebenbei noch ab. Mit schneller, höher, weiter hat das in dem Fall herzlich wenig zu tun.

  12. Irgendwie macht mir NSFW zunehmend weniger Spass. Das liegt sicherlich auch an mir, aber Holgi hat sich mittlerweile ein Verhalten zugelegt, das sich negativ auf die Sendung auswirkt, auch sein Kurzurlaub hat leider nur wenig zur Besserung beigetragen.

    Ich habe das Gefühl, dass er sich im Gespräch mit Tim früher eher auch mal zurückgenommen hat. Es lag jetzt bei dieser konkreten Sendung auch an Tims angeschlagenen Gesundheitszustand, aber Holgi hat ihn sehr häufig unterbrochen, um jedesmal relativ rücksichtslos das Gespräch auf etwas ganz anderes zu lenken. Ich stelle auch eine Tendenz an Holgi fest, dass er anscheinend meint, sich selbst und seine Positionen nicht mehr ernsthaft hinterfragen zu müssen. Es hat den Anschein, als hätte Holgi sich einmal zu viel mit Eso-Spinnern beschäftigt – ich finde, es wirkt sich nicht positiv auf den eigenen Charakter aus, wenn man zu oft recht hat. Er hat wirklich zu allem und jedem eine Meinung oder eine Anekdote. Er ist ganz schnell gelangweilt, wenn ihn etwas mal nicht so interessiert. Und was mich ganz besonders nervt, sind die andauernden Spitzen und kleinen Angriffe in Tims Richtung, die echt nicht nötig und vor allem unhöflich sind.

    Schon klar, ich muss mir NSFW nicht anhören. Aber irgendwie liegt mir schon was daran. Ich glaube, ich werde mal wieder in die alten Folgen reinhören, vielleicht war es damals ja auch schon so, und ich bin selber das Problem hier…

  13. Ich fand’s diesmal schon arg selbstbezogen bzw. redundant: Flattr, GWUP, VDSL, Biblioteca, Podcastequipment, Holgis Radiosendungen, Podcasts, Einkommenssituation und Hörertreffen, Esos in Stuttgart.
    Ich höre gerne NSFW, aber den selben Inhalt zweimal zu hören finde ich uninteressant.

    Holgis Stimmung war n bisschen besser. Trotzdem: +1 für Yamos Kommentar.

  14. Hallo Tim, hallo Holgi,
    ich höre euren Podcast meist um auf andere Gedanken zu kommen und kein Mem zu verpassen. Dafür ist er auch supi.

    Kritik könnte ich höchstens am drum herum üben: Ich komme mir ignoriert vor, wenn ich Tweete oder Mails schicke, folglich mache ich das halt nicht mehr.
    Holgi spaltet oft das Volk/polarisiert stark, daran stoße ich mich gelegentlich (und dass jeder 2. Tweet mit haha! endet).
    Manchmal vermute ich auch, dass ihr andere Gründe vorschiebt für Aktionen/Meinungen. Zum Beispiel warum CRE jetzt CRE heißen soll oder warum Henryk Broder aktuell wieder böse ist (ich mag den auch nicht, aber er mischt halt auch „nur“ auf, was prinzipiell gut ist).

    Was ich aber eine absolut geniale Erkenntnis diesmal fand: Schnellere Züge müssen nichts Gutes sein, wenn man die gewonnene Zeit nicht als Freizeit nutzen kann. Das ist auch der Grund warum ich kein Smartphone habe: Ich würde Recherchen auf die Zeit Unterwegs verschieben statt sie zu Hause zu machen und unterwegs zu schlafen.
    Vielleicht schaffe ichs mal auf ein Hörertreffen, auch wenn mich die anderen Hörer eigentlich garnicht interessieren.

  15. Die 20 Minuten kommen nicht von Stuttgart 21 (dem Tunnelbahnhof), sondern von der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm. Die könnte man auch mit dem Kopfbahnhof bauen, die Bahn tut nur gerne so als wäre es ein großes Projekt, weil sie so die 20 Minuten als Vorteil vom Tunnelbahnhof verkaufen kann. Der alleine bringt laut Bahn etwa 30 Sekunden.

  16. ohje was denn jetzt los nur meckerer am start heute?

    ich habe mich riesig gefreut auf die neue folge – hatte schon entzugserscheinungen – und es war wie immer unterhaltsam!!! Vielen Dank.
    Das Schlimmste was passieren könnte, ist wenn Ihr euch auf die Kritik einläßt ;)

  17. Lieber Holgi, lieber Tim:

    Nachdem ich heute (3 Advent 2011, falls das hier jemand in 500 Jahren liesst) NFSW zu Ende gehört und live bei der Wrintheit IX heute morgen mit dabei war, würde ich mal sagen:

    Meine Herren, die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Ich kann einige der Anwürfe in den Kommentaren nachvollziehen, aber der dabei zum Ausdruck kommenden Selbstgefälligkeit: Unterhaltet mich, aber gefälligst so wie ich es will! Kann man eigentlich nur entgegnen:

    Warum kauft ihr euch nicht eigenes Equipment und macht eigene Podcasts und schaut mal, wie das so läuft?

    Da die Podcasts mit Beteiligung von Tim und Holgi, bzw Holgi allein und Holgi mit dem feinern Herrn Semack (NFSW, CRE, WRINT, WRINTHEIT, usw.) vmtl. von ein und derselben Masse Nerds gehört wird, ergibt sich in der Tat eine Menge Redundanz, da sich Holgi eben nicht merkt auf welchem Podcast er was schon erzählt hat, und ob die Hörer ggf. dieselben bei NFSW wie bei der WRINTHEIT sind…er ist halt Radiomensch, und da hören eben nicht immer dieselben Leute zu, beim Podcasting ist das ganz anders.

    Aber, hey… so what? Das schöne am Podcast ist ja, das man vorspulen kann, wenn es langweilt. Ich habe vmtl. genau wie einige der anderen ZuhörerInnen inzwischen dreimal gehört wie geil Hoigis Glücks-Hotel auf Mallorca war, wie toll das Hipster Headset ist, und all die anderen Dinge die er dem feinern Herrn Semack in der Ersatzwirntheit erzählt, und dann hier nochmal seinem Freund Tim erzählt hat… und dann nocheinmal heute in der Wrintheit IX…

    Natürlich könnte eine redaktionelle Koordinierung über die „Tim/Holgi Podcast Landschaft“ hinweg dafür sorgen das es weniger Redundanz gäbe, aber dann müssten die Sendungen WRINTHEIT/NSFW genauso wie CRE und Raumzeit sehr präzise vorbereitet werden.

    Das ist nun aber offenbar nicht der Fall, sonst hätte Holgi ja gewusst das Tim den Schwerpunkt in NFSW 40 wie getwittert auf Weihnachtsgeschenketipps legen wollte. Und NSFW lebt ja gerade davon das dort zwei „aufeinanderprallen“ und etwas ungeplantes entsteht. Und das kann auch häufiger mal nach hinten losgehen, ich finde das ist gerade der Reiz bei NSFW.

    Das Leben (und NSFW) ist eben wie eine Pralinenschachtel… hätte Forrest Gump gesagt.

    Wer mehr Struktur und wenig Redundanz will sollte Elementarfragen, CRE, Raumzeit, Lautsprecher, Küchenradio, usw hören. Aber auf gar keinen Fall WRINTHEIT und NSFW.

    Apropos „Schnittstelle“ zwischen den beiden Herren: Um mal auf die Themen der Sendungen einzugehen. Die Telekomiker lachen übrigens nicht über „Schnittstelle“ sondern das Reizwort heißt WITA die eigentlich seit 2009 anderen Anbietern den Leitungswechsel und andere Auftragsvorgänge automatisieren und damit vereinfachen sollte, dazu aber auch 2011 nicht in der Lage ist. Insbesondere wenn Rufnummerportierung gewünscht wird, man also seine alte Telefonnummer mitnehmen will. (Einfach mal nach WITA googeln, oder im c’t Archiv blättern).

    Das Lustige, aber vtml. eher etwas für den Tim/Linus Netzpolitik Podcast ist die Änderung des TK Gesetzes, die vorschreibt die Rufnummernportierung ab dem nächsten Jahr innerhalb von einem 1 Tag abzuwickeln, an dem der Anschluß nicht erreichbar sein darf. Wer dann noch den AKNN kennt, und weiß, wie langatmig dort die technische Umsetzung zwischen den Carriern diskutiert wird, kommt aus dem Lachen gar nicht mehr raus.

    Zusätzlich zu WITA leben alle Carrier mit ihrer IT legacy, da im Festnetzbereich immer noch Mainframes, im Internet/Onlinebereich eher windows/unix server und im Mobilfunk alles querbeet eingesetzt wird. Hieraus ergibt sich ein interessanter Jurassic IT Park von Systemen, die alle nicht zusammenpassen, aber Daten austauschen müssen um Produkte aus allen drei Bereichen „aus einer Hand“ anbieten zu können. Wer sich erinnert hatte die Deutsche Telekom aber mal T-Com, T-Online, und T-Mobil (und T-Systems) betrieben bevor dann die ersten drei zu einer Firma zusammengezogen wurden, leider kann man IT Landschaften nicht mal eben zusammenfegen, und daher wird es auch weiterhin über viele Jahre hinaus Probleme geben.

    Die Telekom weiß das natürlich auch und hofft im TMForum Abhilfe/Lösungen zu finden hier mehr „Agile“ zu werden, ein paar interessante Interviews finden sich hier:
    http://www.tmforum.org/ManagementWorld2011/KeynotePerspectives/10091/

    Das Problem hat aber nicht nur die Telekom, sondern alle Carrier weltweit leiden unter diesem Problem in verschiedenen Härtegraden.

    p.s.: Ich fand die Sprachqualität der Ersatzwrintheit mit dem Hipster Headset grottenschlecht bzgl. der Tonqualität, ob das an Skype oder dem Headset lag wäre noch herauszufinden, auf jeden Fall ist es schade das ihr den Podcast nicht mal kurz angespielt habt, ich glaube das wäre ein echter Brüller gewesen, wenn Tim sich das angehört hätte …

    p.p.s.: Ich freue mich schon auf die nächste Folge NSFW, dann mit hoffentlich maximaler Redundanz.

    • Naja. Was dort gefordert wird ist nicht Demokratie, sondern dass jeder Bürgerbewegung letztlich unbegrenzte Protest- und Demonstrationsrechte zugestanden werden sollen.

      Das haben sie zum Glück nicht. Denn nur weil etwas eine Bürgerbewegung ist, handelt diese noch längst nicht im Sinn der Allgemeinheit.

      Aristoteles hat in der Nicomachischen Ethik nicht umsonst die Demokratie als eine entartete Regierungsform bezeichnet (wenn auch als die am wenigsten entartete), die entsteht, wenn in einem durch eine Verfassung konstituierten Rechtsstaat eine große Gruppe von Menschen will, dass in ihrem Interesse regiert wird. Entartet deshalb, weil somit das Interesse des Staates als Ganzes außer acht bleibt. Nicht nur, aber am augenfälligsten, das der Minderheit.

      Im alten Athen war das aber kein Problem, dafür gab es den Ostrazismus, das Scherbengericht. Wessen Meinung den meisten Leuten nicht gepasst hat, der wurde halt ganz demokratisch verbannt.

      Das Recht auf Protest muss man sich erkaufen durch die Pflicht klar darzulegen, wogegen man protestiert und unter welchen Umständen der eigene Protest gegenstandslos wird. Ansonsten kann man Jahrzehnte auf Kosten der Bevölkerung protestieren ohne irgendetwas zu erreichen und ohne zu wissen, was man eigentlich erreichen will.

      Bestes Beispiel: Castor-Demos. Ein völlig sinnentleertes Spektakel. Wahrscheinlich sollte man den Demonstranten einfach mal vorführen, wofür sie eigentlich Demonstrieren. Man fährt den Zug auf ein Abstellgleis und läßt ihn dort einfach stehen.

      Dann haben die Demonstranten ihr angebliches Ziel erreicht, den Transport verhindert und müssen einsehen, dass das gar nicht das war, was sie wollen. Was sie wollen ist mir indessen von Jahr zu Jahr unklarer geworden. Wahrscheinlich warten sie auf eine Fee vom Himmel, die die Castorbehälter weg zaubert.

        • Blödsinn. Früher sah das so:

          http://www.gutenberg.org/dirs/etext90/when12h.htm

          Und siehe da. Zuerst legte man dar, welche Misstände existieren, belegte diese, begründete weshalb die Misstände derart groß waren, dass drastische Maßnahmen gerechtfertigt sind, worin diese bestehen und weshalb sie den Missstand beseitigen helfen.

          Man war sich der Verantwortung bewusst das Problem zu verstehen, Lösungen zu erarbeiten, zu hinterfragen und dann anzubieten.

          Allem voran aber, demonstrierte man gegen einen klar definierten Missstand im Verhalten von Menschen, nicht gegen einen Teil der Realität.

          • Funny, but no.

            Manch einer mag mit Aristoteles und Unabhängigkeitserklärung zu beeindrucken sein, und deine Rhetorik ist gar nicht mal schlecht. Aber sie ist leider auch substanzlos. Du schießt daneben, und eben weil du das weißt, fährst du schweres Geschütz auf. Ich habe keine Lust auf solche Spielchen. Tu nicht so, als ob du nicht verstündest, dass das Verzögern der Castor-Transporte ein taktisches Mittel war im Protest gegen Kernenergienutzung und gegen Gorleben als Endlagerstandort, und verschone mich mit Phrasen wie „gegen die Realität demonstrieren“.

            Ich empfehle stattdessen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen. Als leichter Einstieg in die Kernenergie- und Endlagerproblematik könnten z.B. diese beiden Interviews mit Sebastian Pflugbeil dienen; oder der Skandal um das marode Endlager Asse; oder die Frage, unter welchen Umständen Gorleben als Endlager ausgewählt wurde… Und wenn du hinterher nochmal den Begriff „ziviler Ungehorsam“ nachschlägst, könnte sich ein etwas differenzierteres Bild deiner Gegner ergeben. Für einen konstruktiv denkenden Menschen, der „sich der Verantwortung bewusst“ ist, „das Problem zu verstehen, Lösungen zu erarbeiten, zu hinterfragen und dann anzubieten“, sollte das doch erstrebenswert sein.

          • Wenn hier etwas substanzlos ist, dann die erste Hälfte deines Postings.

            Zur zweiten Hälfte:

            Es wird kritisiert, dass Castor-Behälter und alle vorhanden Zwischenlager unsicher sind. Insbesondere die an den Kernkraftwerken vorhandenen Zwischenlager. Die veranstalteten Proteste führen aber zu einer Maximierung der von den Demonstranten kritisierten Gefahren. (Gleise „schottern“, blockieren von Transporten in das zumindest sicherere Zwischenlager Gorleben, wodurch Castorbehälter länger in den laut eignere Aussage unsichereren Lagern an den Kraftwerken verbleiben)

            Das ist wenigstens Scheinheilig, man praktisch muss man den Schluss ziehen, dass man hier allem voran am Protest und nicht an der Lösung des Problems interessiert. Denn für eine Verbesserung der Lage tritt man an keiner Stelle ein und unterbreitet auch keine Vorschläge für einen Weg die Lage zu verbessern.

            Der Atommüll ist eine Realität, war es schon bevor ich auch nur geboren war, und man muss so gut wie möglich damit umgehen. Das ist eine Realität, der sich die gesamte Castordemo-Szene entzieht.

            Also, wo bleiben denn die Lösungsvorschläge?

            Hier ist einer:

            Keine Endlagerung unaufgearbeiteter abgebrannter Brennelemente. Stattdessen Bau eines der Öffentlichkeit zugänglichen, aber physisch gut abgesicherten oberirdischen Lagers (10m dicker Stahlbeton hält einiges aus), inklusive Präventiver Maßnahmen zum Schutz vor unerwarteten Lecks – Schutzringe aus Zeolith und Aktivkohlefiltern. Woher diese Lecks kommen könnten weiß ich nicht (sie sind schließlich unerwartet), aber man kann dagegen vorsorgen. (Erspar dir bitte das Kommentar, dass ich wohl offensichtlich selbst nicht an die Zuverlässigkeit glaube. Denn hätte ich nichts in der Richtung geschrieben, würdest mir jetzt übertriebenen Technikglauben vorwerfen.)

            Das Gebäude den gesamten in D angefallen Müll wäre insgesamt kleiner als ein Fußballstadion.

            Endlagerung erfolgt nur von Spaltprodukten nachdem diese auf das Niveau der Radiotoxidität von natürlichem Uran abgeklungen sind. (Also Uran im Gleichgewicht mit dessen Zerfallsprodukten, u.a. Radium, Radon, Polonium etc.) Das ist nach etwa 300 Jahren der Fall.

            (Es sei an der Stelle darauf hingewiesen, dass in Deutschland tausende Gebäude in gutem Zustand stehen, die vor 1700 gebaut wurden. Ihre Instandhaltung wird nicht als monumentale Aufgabe angesehen.)

            Die Aktivierungsprodukte haben eine zu lange Halbwertszeit (sowie zu hohe Zerfallsenergie, und als Alphastrahler 20 mal höhere Schädlichkeit) für die Endlagerung und müssen zuvor im Aufbereitungsprozess chemisch oder elektrolytisch abgetrennt werden. Das ist heute schon der Fall, mit Ausnahme der Brennelemente die seit dem Beschluss angefallen sind, dass abgebrannte Brennelemente nicht mehr aufgearbeitet werden sollen.

            Bevor diese für eine Endlagerung in Frage kommen (nach oben genannten Kriterium), müssen sie aber erst noch gespalten werden. Das kann man mit einem unmoderierten Reaktor tun oder mit irgendeiner anderen Neutronenquelle. Die Technologie dafür existiert seit einem halben Jahrhundert. Wenn dir die Technologie dafür nicht ausgereift erscheint, dann ist das kein Problem. Wir haben mehr als genug Zeit.

          • Kurz gesagt: Du trittst ein für moderne Brutreaktoren (sog. Transmutationsreaktoren), nebst der dafür im großen Maßstab notwendigen (und als problematisch bekannten) Wiederaufbereitung.

            Zweifellos, die Umwandlung der radioaktiven Abfälle durch Neutronenbeschuss ist eine sehr attraktive Idee: immerhin ginge die nötige Verwahrdauer danach nur noch in die Jahrtausende anstatt in die Jahrhundertausende, zudem könnte man mit diesem Verfahren das Plutonium aus den Nuklearwaffen beseitigen (oder neu produzieren, je nach Bedarf), und ganz nebenbei auch die nuklearen Brennstoffresourcen strecken und die Nutzungsdauer der Kernenergie verlängern.

            Und siehe da, es kam eine Fee vom Himmel und zauberte alle Risiken und Probleme weg, und die Atomwirtschaft lebte glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

          • Wenn es dir nicht passt und du glaubst dich über alles aufregen zu müssen, dann kannst du jederzeit eigene Lösungsvorschläge machen die Situation die dir nicht behagt zu verbessern.

            Tust du aber nicht. Von dir kommt absolut nicht konstruktives. Statt dessen haust du auf die Kacke mit dem transparenten Versuch, dich der Unterstützung der Kernkraftgegner zu vergewissern. Es geht dir keinesfalls darum das Problem zu lösen, sondern darum den Protest beliebig zu verlängern.

            Womit wir wieder bei der Kritik sind, die ich am Anfang geäußert habe.

          • Aha, ich rege mich also auf und haue auf die Kacke. :)

            Du schießt schon wieder daneben: Ich habe keine Affinität zur Anti-Kernkraft-Szene, und es liegt mir auch nichts daran, Wirrköpfe oder egoistische Ambitionen zu unterstützen. Ich bin einfach nur allergisch gegen politische Rhetorik, und ich erlaube mir skeptisch zu bleiben, wenn man mir Patentrezepte aufdrängen will. (Du fordertest ein Hinterfragen der Lösungen, erinnerst du dich noch? Wie gesagt, Transmutation ist eine schöne Idee. Wenn das nur alles so einfach wäre…)

            Aber genug davon. Spiel alleine weiter.

          • Und immernoch keine Äußerung über irgendeine Vorstellung deinerseits, wie man das Problem gegen das du protestiert angehen kann oder unter welchen Umständen du nicht mehr protestieren würdest.

            Holgi hat wohl recht, mit Fundamentalisten sollte man nicht diskutieren.

  18. S21

    Vorneweg … ich bin kein Stuttgarter. Mir sind die Bäume egal. Und der alte Bahnhof interessiert mich genausowenig wie der neue. Auch sind für mich die 30 Sekunden Zeitersparniss irrelevant.
    Was ich aber schlimm finde ist, wie die Stuttgarter rund um dieses Projekt bertogen, belogen und manupuliert wurden. Schlimm, wie die verantwortliche Politik mit den berechtigten Sorgen umgegangen ist und noch umgeht. Stichhaltige Argumente wurden/werden weggelogen. Schon seit Jahren. Auch die kriminalisierung der Kritiker hat ein Ausmass angenommen was echt traurig ist.
    Genau DAS ist es, was die Leute (nicht die Esoteriker) so wütend macht und antreibt. Der Betrug. Und dass diese Bande damit durchkommt.

    Um den Betrug zu erkenne, muss man sich schon ganz schön intensiv damit beschäftigen.

    Ich kann auch verstehnen, dass vielen der Trubel, auch o. spez. von den Demonstranten auf die Eier geht… Auch das Tim es komisch findet, das jetzt nochmal bis an die Grenze der Legalität gegangen werden soll … Aber, alles andere wurde probiert und die andere Seite hält sich schon lange nicht mehr an demokratische, rechtliche Regeln.

    Zur „Volksabstimmung“ .. fällt mir nur ein Tweet ein …
    Vielleicht haben alle Demokraten jetzt gelernt, dass Demokratie ohne Bildung kaum Sinn macht (rheto)

    … und die Esoterik-Pfeifen die, die schaden, ja. Tun sie aber immer und überall !

  19. iTunes Synct nicht.
    (Mein) iTunes lädt weder CRE noch NSFW nach. Alle anderen Podcasts funktionieren. Wenn ich manuell „Der Homofürst“ nachladen will („holen“), kriege ich die Fehlermeldung
    „Die URL http://feedproxy.google.com/~r/NotSafeForWorkPodcast/~5/FRn (Rest abgeschnitten)
    konnte auf dem Server nicht gefunden werden.“
    Auch auf http://Not-Safe-For-Work.de kann ich die Download Links der MP3s (http://chaosradio.ccc.de/media/tim/nsfw/nsfw038-der-homofuerst.mp3) nicht verwenden, egal welcher Browser.
    Die Tatsache, dass hier Kommentare zu den Ausgaben reinkommen, zeigt, dass es offenbar Leute gibt, die dieses Problem nicht haben.

  20. hi,
    @holgi: Der Mensch ist Natur und deshalb ist alles Natur was der Mensch tut !!!!!
    Magst Du da noch einmal drüber nachdenken bitte.
    Mit dem Argument kann man alles rechtfertigen und gut heissen. Atomspaltung, Krieg, Hiroshima, Missbrauch usw. das ist alles Natur !!! ??? „Probieren wir es halt einmal aus und sehen dann weiter“ wenn nur eine Mehrheit dafür ist.

    Wenn die „Mehrheit“ zur Zeit für Zensurgesetzte in Deutschland ist weil Sie schlecht und falsch informiert wurde bleibt es die Aufgabe der informierten Minderheit dagegen weiter vorzugehen.
    Das gilt im gleichen, meiner Meinung nach, für Milliardenprojekte mit einer 21 am Ende und auch für Bäume die diesem im Weg stehen. Das was Du in 10 Minuten umsägen kannst braucht 70 Jahre und mehr um wieder nachzuwachsen. Um um den „Deckel“ zu bezahlen für dieses Projekt werden 70 Jahre nicht reichen.

    Sorry Jungs das war nach x-Jahren das erstmal das Ihr richtigen Scheiß gelabert habt und ich mich zu einem solch direkten Kommentar habe hinreissen lassen.

    PS: Hätte das ganze natürlich mit 500 Worten feiner umschreiben können aber will das dann noch lesen?
    Und zum Schluß: Ich habe Euch trotzdem lieb.

    • Holgi sagt nicht, dass alles *gut* ist, was menschengemacht ist. Ich nehme mal an, er spielt auf das Argument „Bäume sind Natur und deshalb grundsätzlich besser als Straßen, Bahnhöfe und Atomkraftwerke“ an. Wenn Natur nämlich grundsätzlich besser wäre als alles menschengemachte, muss man das ja irgendwie abgrenzen, und das geht halt nicht, weil Menschen auch zur Natur gehören.

      Anders (allgemeiner) formuliert: Wer ist die Natur? Wen stört es, wenn Bäume abgeholzt werden? Nur den Menschen (*), weil „die Natur“ gibt es nicht. Also sind Bäume nicht per se besser, sondern man muss immer abwägen, ob man lieber Bäume oder was anderes an der Stelle stehen haben will. Genau diese Abwägung lehnen die Parkschützer (~die genannten Tree Hugger) aber ab, sondern erheben die Bäume zu einem absolut besseren Gut.

      Ich hoffe, ich hab ungefähr das getroffen, was Holgi meinte, wenn nicht war es halt nur meine Meinung :-)

      (*) Okay, auch die Tiere, die darin leben, aber auch hier: wen stört es, wenn die aussterben?

    • Trotz aller Sympathie für deinen moralischen Standpunkt, du solltest auch selbst noch einmal darüber nachdenken. Marian wies bereits darauf hin, dass du bei Holgers Mensch/Natur-Argumentation [3:17:37] einem Missverständnis aufgesessen bist: Was dich irritiert, denke ich, sind die verschiedenen Bedeutungen, in denen das Wort „Natur“ gebraucht wird, verbunden mit einer Vermischung von neutraler Betrachtung und Wertung. Wie du bemerkt hast, kann dies argumentativ missbraucht werden. Das ist aber gar nicht Holgers Absicht.

      Holger benutzt anscheinend eine Definition von Natur, die umfassender ist als deine. Mit seiner Definition ist die Aussage „der Mensch und alles, was er tut, ist Teil der Natur“ auf eine ganz einfache und wertneutrale Weise korrekt. Die Wertung, die dir so gegen den Strich geht, bringst du erst selbst mit hinein, indem du unterstellst, Holger müsse der wertenden Aussage „alles, was Teil der Natur ist, ist gut“ zustimmen. Aus dieser falschen Voraussetzung folgerst du dann, dass Holger alle menschlichen Taten, die du moralisch verurteilst, gutheißen müsse. Das Problem ensteht also erst durch die von dir eingebrachte pauschale Wertung, und ich denke, genau darauf wollte Holger hinaus.

      Ein umfassender Naturbegriff, wie ihn auch die Naturwissenschaften benutzen, ist eben nur sinnvoll, wenn man auf eine pauschale Bewertung des Natürlichen verzichtet. Und umgekehrt zieht die (schon in sich problematische) positive Bewertung alles Natürlichen es nach sich, dass man die Menschen, wenn man bei ihnen moralische Unterscheidungen vornehmen will, als etwas von der Natur Getrenntes ansehen muss (was sich nicht mit einem Naturwissenschaftlichen Weltbild vereinbaren lässt).

  21. @Tim @holgi +1 Hörertreffen in Stuttgart

    Jaa, bitte, ein Hörertreffen in Stuttgart. Leute, der BadenWurthemberg ist eindeutig NSFW Hörerinnentreffen unterversorgt.

  22. Ich kann ja irgendwie nachvollziehen, dass Flattr für euch sehr wichtig geworden ist.

    Nur dachte ich eigentlich immer, das Internet sei ein progressives Medium. Was Flatter macht, ist Prä-Internet Konzepte irgendwie in die Zukunft zu schleusen.
    Vom Internet geht soviel Potential aus, auch tiefsitzende Dinge nachhaltig zu ändern, wie man ja spätestens dieses Jahr eindrucksvoll sehen konnte. Und dann kommt Flattr und trägt die Flamme des Kapitalismus in’s Internet – dabei könnte das Internet dazu dienen, diesem Unsinn Einhalt zu gebieten.
    Flattr ist kein verallgemeinerbares Modell, sondern nutzt nur einer relativ kleinen Gemeinschaft. Ist ja schön, dass jetzt auch mal Leute am Kuchen beteiligt werden, für die das früher nicht galt; nur die Mehrheit aller Menschen muss sich halt immer noch an der Schaufensterscheibe die Nase platt drücken.

    Ist ja schön, dass „der Tim davon leben kann“. Nur wäre es nicht schöner, wenn der Tim davon garnicht leben können müsste? Auch fehlt meiner Meinung nach bei euch (bei Tim noch mehr als bei Holger) zumindest die öffentliche Reflektion, dass ihr da in einer absolut privilegierten Position seid. Ihr seid – wie Holger es formuliert hatte – „ein paar Spassemacken, die in Berlin rumhängen“ und die durch irgendwelche Umstände in die Lage gekommen sind, solche Dinge tun zu /dürfen/. Die Aussage, dass jeder sich mit billigem Equipment hinsetzen und dasselbe erreichen könnte, halte ich für den American-Dream-Mythos des Podcastens. Wenn Tim dann wieder anfängt, Geräte seines bevorzugten Herstellers im drei bis vierstelligen Preisbereich als „das ist nicht teuer“ zu bezeichnen, möchte ich ihn wirklich mal schubsen (dass das nur Arbeitswerkzeuge sind, ist doch vorgeschoben, sei ehrlich :P ). Was ist da los? Im Gesellschafter-Podcast 3 zeigtest du dich doch durchaus utopiefähig, und auch in NSFW kommen ja manchmal so Momente zum Vorschein. Wo bleibt die soziale Verantwortung, wo der Revolutionäre Geist?

    Moralpredigt beendet. Danke für die letzten Jahren bester Podcast-Versorgung :)

  23. Urlaub machen in Malle
    Nach der Diskussion in einer der letzten Sendungen, ob es Willkommen bei oder zu blah blah blah heißt, frage ich nun, muß es Urlaub machen in Malle oder kann es nicht vielmehr Urlaub auf Mallorca machen heißen.
    Impliziert die Formulierung schon den Ort auf Malle wo man hinfährt?
    Oder spricht man bei Inseln grundsätzlich von „auf“?
    „ick hab‘ Urlaub uff England gemacht“ funktioniert natürlich nicht, aber „uff Sylt“, aber wiederum in Kampen.
    Meinungen?

    • Bei Inseln benutzt man grundsätzlich »auf«; kann jedoch auch ein Staat gemeint sein, darf man auch »in« benutzen (»auf/in Island«).

      (Finde gerade keine geeignete Quelle; wenn jemand anders eine findet, bitte verlinken. Danke!)

  24. Mensch Holgi !
    So entspannt warst Du lange nicht mehr ;-) In den letzten Sendungen hast Du Dich aufgeführt als seist Du dem Wahnsinn nah… aber… ehrlich gesagt… das war authentisch und ich hab Das genossen :-))) Bleib bei aller Entspannung so krass und ehrlich wie in den letzten Wochen. Das war das Salz in der Suppe. Auch wenn Tim wahrscheinlich manchmal kurz vor der Verzweiflung stand.
    Weiter so !!!!!!

  25. Die unglaublich Schlechte Dichterin hieß ‚Friederike Kempner‘ auch bekannt als der schlesische Schwan. Von Reclam gibt es ein Büchlein mit dem Namen ‚Kennst Du das Land, wo die Lianen blühn?‘ – sehr amüsant.

  26. … Ich fand Holgi richtig gut entspannt.

    Flattert Holgi in den Urlaub!!
    Anzahl Urlaubstage Holgi ist direkt Linear zum Ranking der Sendung!

    Vielleicht hat sich wirklich das Format NSFW mit Holgi langsam totgelaufen, und die echten Gags kommen bei Holgi nur noch in WRINT.
    Nix ist für die Ewigkeit.

    Vielleicht tut auch ein Gast mal gut -siehe MObileMacs

    Sendung fand ich diesmal gut – aber vielleicht ist eine Änderung wirklich mal angesagt?

  27. Zu den Fake-Türk-Rappern und Holgis Begeisterung über den Fanta-4-Diss von wegen Ghetto: Ich bin wahrlich kein Fan der Gruppe, aber gerade denen (auch damals) vorzuwerfen sie würden einen auf Ghetto machen geht meilenweit am Ziel vorbei. Die Gruppe haben von Anfang an ihre deutschen Texte damit begründet, dass sie eben nicht aus den USA und aus dem Ghetto kommen und daher auch nicht darüber rappen können und wollen. 1992 haben sie schon ein ganzes Lied dazu gemacht, „Hip Hop Musik“. http://lyrics.wikia.com/Die_Fantastischen_Vier:Hip_Hop_Musik

    Anfang der 90er war das ein großer Streitpunkt ob das überhaupt Hip Hop sei wenn man Deutsch rappen würde usw.

    Ende der 90er hätte der Vorwurf des Fake-Ghetto-Raps wohl eher in Richtung Nana und Pappa Bear gehen müssen.

    • Danke! Genau das ging mir auch durch den Kopf und ich musste auch genau an die Textstelle denken:

      Sprechgesang ist nicht jedermanns Sache
      Das ist die Wahrheit, Mann, doch wenn ich ihn dazu mache
      Wird es vielleicht der ein oder der andere kapiern
      dass es uns nicht darum geht, das Ding der Schwarzen zu kopieren…

      Die „4 gewinnt“ war auch übrigens das einzige Album, dass ich von denen gekauft habe. Ich mocht‘ halt nur die frühen Sachen ;)

  28. Zum von Holgi angesprochenen Beschleunigungszwang [3:14:12] spottete der Schriftsteller und Philosoph H.D. Thoreau bereits 1854:

    „Es wird zu schnell gelebt. Man glaubt, es sei zweifellos notwendig, dass (…) man durch den Telegraphen sprechen und dreißig Meilen in der Stunde fahren könne, ob man es nun tut, oder nicht. (…) Wenn wir aber, anstatt Schwellen herbeizuschaffen und Schienen zu schmieden und Tag und Nacht an die Arbeit zu wenden, an unserem Leben herumhämmern, um dieses zu verbessern, wer wird dann Eisenbahnen bauen? Und wenn keine Eisenbahnen gebaut werden, wie wollen wir dann zur rechten Zeit in den Himmel kommen?“

  29. Ich finde es ja immer wieder gut, was ihr mit Amazon so anstellt: Man sucht nach „Philips Led Bulb“ und bekommt auch gleich den verwandten Suchbegriff „Eierkoch Wagenfeld“ angezeigt… Weiter so!

  30. Liegt es die Tatsache, dass Holger über die Türken-Witze lachen kann daran, dass er in diesem Fall keine türkische Kollegin hatte, die ein Buch über Alltagsrassismus geschrieben hat, wie das bei dem „N-Wort“ der Fall war?

    Tims Einwürfe an der Stelle haben da einen guten Ausgleich geschaffen.

  31. Pingback: Flattr-Charts Dezember : Last, not least … fertig machen zum entern! » YOUdaz.com

  32. Verwunderlich, dass die derzeitigen LED-Lampen so gehypt werden ;-)
    Eigentlich sind das alles Krücken, die mehr oder weniger erfolgreich versuchen, die herkömmlichen Glühlampen, die in ihrer äusseren Form und dem elektrischen Anschluss auf den guten alten Edison zurückgehen, zu emulieren.
    Gerade die LED bietet dagegen so viele neue Möglichkeiten und Freiheitsgrade, effizientere, ergonomischere (sicher auch energiesparendere) Leuchten zu schaffen, wenn man sich von dem heutigen Aufbau löst.
    Hier stehen wir IMHO noch völlig am Anfang einer Entwicklung!

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